„Niemand besucht eine Veranstaltung wegen der Veranstaltungstechnik“

21.09.2026 | Florian Städtler

Martin Kranz, Geschäftsführer von Kranz Live Eventsolutions, im Interview über die Rolle von Veranstaltungstechnik, frühzeitige Planung und die Partnerschaft von Kranz Live und dem Mittelstandskongress.

Mittelstandskongress: Hand aufs Herz: Hast du schon mal eine Veranstaltung erlebt, bei der Technik nicht optimal funktioniert hat?

Martin Kranz: Natürlich – und wahrscheinlich kennt jeder solche Situationen. Ein Mikrofon setzt aus, eine Präsentation startet nicht, der Ton eines Videos fehlt oder es gibt eine unangenehme Rückkopplung. In diesem Moment ist die Aufmerksamkeit des gesamten Raumes schlagartig bei der Technik und nicht mehr beim Redner oder beim Inhalt.

Für uns zeigen genau solche Situationen, welchen Stellenwert professionelle Vorbereitung und vor allem Erfahrung haben: Solche Situationen lassen sich durch gute Planung, Tests, Redundanzen und qualifizierte Techniker vermeiden. Und wenn doch einmal etwas Unvorhergesehenes passiert, kommt es darauf an, dass es schnell und souverän gelöst wird – im Idealfall, bevor der Gast überhaupt etwas davon mitbekommt.

Welche Rolle spielt Technik auf einer Veranstaltung?

Eine sehr große – obwohl sie im Idealfall gar nicht groß auffällt. Wir alle sind inzwischen einen sehr hohen technischen Standard gewohnt. Das übertragen die Menschen automatisch auch auf Unternehmensveranstaltungen.

Sprache muss überall im Raum verständlich sein, Präsentationen müssen gut aussehen, Licht schafft Atmosphäre und alle Systeme müssen zuverlässig funktionieren. Aber am Ende besucht niemand eine Veranstaltung wegen der Veranstaltungstechnik. Die Menschen, die Inhalte und die Botschaft müssen im Mittelpunkt stehen.

Technik ist also im Idealfall eher im Hintergrund?

Absolut. Für mich ist eine Veranstaltung technisch dann richtig gut, wenn der Gast am Ende nicht sagt: „Das war aber eine tolle Tonanlage“, sondern: „Das war eine richtig gute Veranstaltung.“

Technik wird meistens genau dann wahrgenommen, wenn etwas nicht funktioniert. Unsere Aufgabe ist nicht, die Technik einfach irgendwo hinzustellen, sondern eine funktionierende technische Gesamtlösung zu planen und umzusetzen. Dazu gehören Erfahrung, Fachwissen, Verantwortung und am Ende auch die richtigen Menschen vor Ort.

Warum sollte man Veranstaltungstechnik früh in die Planung mit einbeziehen?

Weil man damit erstaunlich viel Zeit, Geld und Stress sparen kann. Wenn Location, Bühne, Abläufe, Medien, Personal und Logistik von Anfang an zusammengedacht werden, können wir viel gezielter planen und müssen später keine aufwendigen Lösungen für Probleme finden, die eigentlich vermeidbar gewesen wären.

Ein Punkt, der dabei häufig unterschätzt wird, ist die Verfügbarkeit – und zwar sowohl beim Material als auch beim Personal. Wir verfügen über einen großen eigenen Technikbestand, eine eigene Logistik und ein festes Team an Fachkräften. Dadurch haben wir eine sehr hohe technische und personelle Verfügbarkeit und können auch kurzfristig auf Änderungen reagieren. Das ist gerade bei größeren oder zeitkritischen Produktionen ein enormer Vorteil.

Was verbindet KRANZ LIVE mit dem Mittelstandskongress? Warum bist du auch dieses Jahr wieder mit dabei?

Der Mittelstandskongress passt einfach sehr gut zu uns. Wir sind selbst ein mittelständisches Unternehmen aus Freiburg und arbeiten täglich für und mit Unternehmen aus der Region und darüber hinaus.

Gleichzeitig gefällt mir der Gedanke des Kongresses: Menschen aus unterschiedlichen Unternehmen zusammenzubringen, Erfahrungen auszutauschen und neue Impulse mitzunehmen. Genau dieser persönliche Austausch ist etwas, das ich sehr schätze.